Leitfaden zur Erstellung von Druckdaten

Stand 01/2018

1. Auflösung

Achten Sie bei der Verwendung von Bildern darauf, dass diese eine Mindestauflösung von 300 dpi aufweisen, um ein optimales Druckergebnis zu erzielen. 
Bei großformatigen Drucken (ab 500 mm) mit einem größeren Betrachtungsabstand ist eine geringere Auflösung von 150 dpi ausreichend.


2. Beschnitt

Um unschöne Schneiddifferenzen, sogenannte „Blitzer“ zu vermeiden, ist es notwendig, dass randabfallende Objekte (Bilder, Flächen oder Grafiken, die über das Endformat hinausgehen) mit 3 mm Beschnitt umlaufend angelegt werden. Um zu vermeiden, dass Elemente im Druckmotiv angeschnitten werden, sollte ein Sicherheitsabstand von mind. 6 mm zur Außenkante des Endformates berücksichtigt werden.


3. CutContour (Hochleistungsfolien/Plattenmaterial)

Die CutContour ist zwingend notwendig, um das Endformat bzw. die Freiform Ihres Druckproduktes definieren zu können. Diese Kontur ist der Schneidpfad, der von unserer Technik ausgelesen und verarbeitet wird. Nach dem Druck ist diese Kontur natürlich nicht sichtbar.

Schneidpfade richtig anlegen:

  • Volltonfabe erstellen und mit CutContour benennen
  • Magenta auf 99% stellen
  • alle gewünschten Schneidpfade einfärben

4. Dateiformat
Bitte senden Sie uns Ihre Druckdaten in Originalgröße (1:1) im geschlossenen, nicht mehr zu bearbeitenden PDF-Format zu. Um mögliche Fehlerquellen weitestgehend zu vermeiden und die vorlagengetreue Druckwiedergabe zu gewährleisten, nutzen Sie bitte bei der Druckdatenaufbereitung den Standard PDF/X-3.

5. Farbabweichungen
Am Monitor werden Farbinformationen im Farbraum RGB wiedergegeben, wohingegen im Druck diese Informationen mit CMYK ausgegeben werden. Bei der Umrechnung vom einen in den anderen Farbraum kann es zu Farbabweichungen kommen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben: Monitorkalibrierung, falscher Farbraum, falsches Farbprofil. 
Unter Verwendung eines sogenannten ICC-Profils können Farbabweichungen weitestgehend vermieden werden.

6. Farbmodus
Achten Sie btte darauf, alle Farben stets im CMYK-Modus anzulegen. RGB-Farben werden automatisch im Produktions-Workflow in den CMYK-Farbraum konvertiert, wobei unerwünschte Farbabweichungen entstehen können.

7. Farbprofil/ICC-Profil
Das Farbprofil ermöglicht es, Farben so umzurechnen, dass diese möglichst nah am Original gedruckt werden. Für unsere Druckprodukte verwenden wir das ICC-Profil ISOcoated v2 300%. Damit werden nicht nur die Farben möglichst originalnah umgerechnet, sondern gleichzeitig auch ein Farbauftrag von maximal 300% erzielt.

8. Schriften
Betten Sie die verwendeten Schriften immer in die Druckdatei ein, um in dieser alle relevanten Informationen zur Schrift direkt zu speichern.
Um Darstellungsfehler Ihrer Texte zu vermeiden, konvertieren Sie zur Sicherheit Schriften bitte in Pfade (= Kurven, Vektoren).
Für optimale Lesbarkeit und Druckdarstellung sollte die Schriftgröße nicht kleiner als 5 pt angelegt sein und eine Mindeststrichstärke von 0,25 pt aufweisen.

9. Transparenzen
Transparenzen entstehen dann, wenn in den Daten die Deckkraft reduziert wurde oder ein Effekt wie Schlagschatten verwendet wurde.
Hierbei wird in einem Layoutprogramm keine Farbaufrasterung dargestellt, sondern ein Bildschirmeffekt verwendet. Diese Transparenzen können nicht gedruckt werden. Diese werden reduziert und in Farbe aufgerastert.

10. Überdrucken
Beim Überdrucken werden die Farbwerte des überdruckenden Objekts mit den Farbwerten des darunterliegenden Objektes addiert. Um sicherzustellen, dass keine Elemente versehentlich durch die Addition bei der Plattenbelichtung verschwinden und auf dem späteren Produkt fehlen, sollte die Überdrucken-Funktion keine Anwendung finden.